Timmermahn

Er ist Maler, Erzähler, Autor und Regisseur. Timmermahn zählt zu den schillerndsten Figuren in der Kunst- und Kulturszene von heute. Der 77-Jährige hat sich nie auf einen Stil eingeschworen. Deshalb schreibt das Schweizerische Institut für Kunstwissenschaft auch treffend: «seine Kunst folgt keiner Modeströmung, hat keine kunsthistorischen Ambitionen, will schon gar nichts erneuern». Feststellen lässt sich einzig seine Liebe zu knalligen Farben einerseits, zu fantasievollen Sujets andererseits. Ausserdem erscheinen in seinen Bildern immer wieder Figuren aus der modernen Kulturgeschichte wie beispielsweise Donald Duck oder Ringo Starr.

Timmermahn alias Peter Klein ist gelernter Schaufensterdekorateur. Schon als 25-Jähriger legte er sich den ungewöhnlichen Künstlernamen zu «mit einem H als mahnende Komponente». Der Enkel des Basler Bonbonfabrikanten André Klein arbeitete nach seiner Lehre als Theatermaler am Stadttheater Bern. Anschliessend, in den Siebzigerjahren, genoss er das wilde Leben. Unter anderem an der Seite von Künstlerfreunden wie dem Schweizer Bildhauer Bernhard Luginbühl. Beide gelten heute als Urgesteine der Berner Kunstszene.

Timmermahn zeichnet genau und mit grosser Raffinesse. Seine Bilder sind in stunden- und tagelanger Arbeit gefertigt. «Ich male zehn Stunden am Tag und meistens sechs Tage in der Woche». Am Sonntag hingegen habe er frei.

Der Berner ist ein grosser Fan von Wortspielen. Deshalb liebt er es auch, Worte nach Lust und Laune zusammenzusetzen und die Neuschöpfungen anschliessend zu bebildern. Der 77-Jährige gilt als Tausendsassa. Mit Wortwitz, einem äusserst analytischen Auge und aufmerksamen Ohr erzählt er seit Jahrzehnten Geschichten. Zudem ist er als Autor und Regisseur von Theaterstücken tätig. Und auch das alles sehr erfolgreich.